Presse:


Dill-Post

“Es war das Schönste, was man an dem vergangenen, verregneten Sonntagnachmittag machen konnte - dem Konzert von Søren Thies im Konzertsaal der Lahn-Dill-Akademie lauschen. (…) Thies, der als Klezmermusiker jenseits des Mainstreams agiert, da er weder der Klarinette noch der Fiddle den Vorzug gibt, sondern dem Akkordeon, erwies sich bei seinem 90-minütigen Auftritt dennoch als echter Klezmorim.

Der Sehnsucht Flügel und der Melancholie die passende Melodie zu verleihen, der Hoffnung und der Lebensfreude, aber auch der Einsamkeit und dem Verlust eine unüberhörbar eindrucksvolle Stimme zu geben, das gelang Thies mit jedem Lied nahezu mühelos. Locker, ohne salopp zu wirken, waren seine Ansagen, von großer Kennerschaft geprägt waren seine Informationen. (…)

Der Klezmer-Sound (…) erlebte bei Thies eine geografisch und atmosphärisch große Verortung, die bis in die “Neue Welt” reichte. (…) Søren Thies zeigte sich bei seinem vielbeklatschten Unplugged-Auftritt in Dillenburg als nachdenklicher Musiker und virtuos aufspielender Musiker, der sich (…) in der Welt der jüdischen Musik exzellent gut auskennt.”


Nassauische Neue Presse

“Es sind Lieder über das Heimweh, über den Wodka, der bei keinem Vertragsabschluss fehlen darf, es sind Lieder der Freude, wurden sie doch vor allem bei Festen und da ganz besonders bei Hochzeiten angestimmt. Es sind Lieder der Vergangenheit, die davon erzählen, wie die Kaiserin der Türkei einem Rabbiner einen Liebesbrief schreibt und er von seiner mitlesenden Ehefrau eins mit dem Nudelholz verbraten bekommt, es sind Lieder aus der Bedrängnis, die den Kampf der jiddischen Partisanin gegen die Wehrmacht schildern, (...) und es sind Lieder aus dem Hier und Heute, die Søren Thies zum Beispiel seiner Frau aus Anlass des zehnten Hochzeitstags gewidmet hat. (…) ”


Frankenpost

“Eine Stimme, ein Akkordeon, sonst nichts. (…) In einem erfrischenden Schwebezustand zwischen Nachdenklichkeit und befreitem Lachen hält er seine Zuhörerschaft. Immer wieder schickt er sich an, uns mit einer Mischung aus Wortbeiträgen und Musik auf Ebenen zu führen, die mit dem Intellekt alleine nicht zu erreichen sind. Hautnahe Emotionen weiß er zu erzeugen, vielschichtige Gefühle versteht er zu transportieren. Da trauert etwas im Fröhlichen, und da singt etwas im Traurigen, da schwingt Schweres im Leichten und lacht Leichtes im Schweren: Klezmermusik - sie drückt aus, was mit Worten nicht zu sagen ist.

Søren Thies heißt der Künstler des Abends. (…) Er ist keiner von den Lauten, kein Possenreißer. Ruhig und bedächtig spricht er das Publikum an, nimmt die Menschen mit in seiner stillen Art. Temperament, Dynamik, Lautstärke, entwickelt er dafür musizierend. Mit dem Akkordeon hat er sein eigenes, kleines Klezmer-Orchester in der Hand.(…) ”


Aalener Nachrichten

“Er folgt der traditionellen Klezmer-Musik, den musikalischen Unterhaltern bei jüdischen Hochzeiten. (…) Thies hat dabei einen ganz eigenen Spielstil entwickelt, der seinem musikalischen Vortrag große Einmaligkeit verleiht. Zu jedem Lied kann er eine Geschichte erzählen und Hintergrundinformationen liefern. Dabei vollzieht er seine Reisen nach, die ihn durch ganz Europa geführt haben. Von Odessa bis Paris ist er getingelt, hat sein Geld mit Straßenmusik verdient, von Kollegen gelernt und Lieder mitgebracht.

Mit alten und neuen Melodien, die er selber schreibt, überlieferten Texten und vertonten Gedichten, gelingt es ihm immer wieder, sein Publikum zu fesseln. Traurig und Gefühlvoll, mit hintergründigem Humor und deftigen Scherzen sind die Texte in Jiddisch, über alltägliche Begebenheiten und Rituale bei Hochzeiten. In den Zugaben gibt Thies eine Kostprobe seiner Vorliebe für französische Akkordeon-Musik. Leidenschaftliche Walzer und eindringliche Chansons lassen auch diesen Abend im KunsTraum zu einem Erlebnis werden.”


Mainpost:

“Ein Klezmer, das war einst ein Musikant, der auf jüdischen Festen gespielt hat. Unterhaltungsmusik also. Jüdische Unterhaltungsmusik. Heute, oder spätestens seit Giora Feidman, kennt jeder den Begriff Klezmermusik. Doch dahinter verbirgt sich nur bedingt das Studium von Noten und das erlernen von Akkorden. Diese Musik wird nie zweimal gleich gespielt. man muss improvisieren können, muss Gedanken und Gefühle in seine Musik einströmen lassen, um so zu spielen, wie einst die Klezmer. Søren Thies (…) vermag das zu tun. (…) Durch Europa ist er gezogen, hat als Strassenmusikant gelernt, wie man den richtigen Rhythmus dieser Musik findet. Dass er diesen Rhythmus beherrscht, bewies Thies in seinem Konzert (…). Søren Thies spielt eindringlich, gefühlvoll, technisch hervorragend. Und er vermag zu vermitteln, wie diese Musik letztlich entstanden ist. Aus Freude am Leben.”


WAZ:

“Lässig die “Quetsche” geschultert schlenderte Søren Thies am Sonntag Nachmittag in die Friedenskirche. (…) “Musette & Chansons” nennt Thies seine Reise durch die Welt dieser ganz spezifischen Musik aus dem westlichen Nachbarland. “C'est la Romance de Paris”: Gleich zu Beginn des abwechslungsreichen Programms weht zart der leichtfüssige, weiche Dreiviertel-Takt des Musettewalzers durch den Raum. Virtuose Fingerakrobatik beherrscht das “Klavier der kleinen Leute” (…) in Perfektion. Mit schöner Bariton-Stimme schickt er bekannte und weniger bekannte Lieder französischer Komponisten und Interpreten wie Edith Piaf, Georges Moustaki, (…) und vieler anderer direkt in die Herzen der angeregt lauschenden Zuhörer. (…) Von gegenwärtiger und verflossener Liebe singt er, vom Wein, von Träumen und Enttäuschungen. Vom Leben eben. (…)”


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